Historisches

Das Kurbad war einmal ein Flussbad, dann wurde es ein öffentliches Reinigungsbad und später ein medizinisches Bad.

Es repräsentiert damit die Entwicklung der neuzeitlichen Badekultur in Kassel und wurde deshalb unter Denkmalschutz gestellt. 2011 eröffnete der Förderverein das Bademuseum. 2025 wurde es in einjähriger Arbeit komplett erneuert von den Kuratoren Celina Hutwelker, Maja Wirkus und Eric Pries unter Mitkuration von Bettina Fraschke.

Das Kurbad ist ein kleines, bescheidenes Gebäude am Flussufer, das voller Geschichten steckt. Die Ausstellung möchte einige von ihnen sichtbar machen: das Flussbaden, das Leben am Fluss und die Geschichte sowie Funktionsweise des Kurbads Jungborn selbst.

Kulturgeschichtliches Zeugnis

Durch seine Geschichte als Teil eines Flussbades im 19. Jahrhundert, als Reinigungsbad und später als medizinisches Bad im 20. Jahrhundert und dadurch, dass seine Geschichte noch an Einzelheiten am und im Gebäude sichtbar ist, ist das Kurbad Jungborn ein in Deutschland fast einmaliges Zeugnis der Badegeschichte.

Toiletten-Abzieher aus Porzellan mit Firmen-Logos


Werbung am Zug

Auf Toiletten-Abziehern mit Griffen aus Porzellan hinterließen die Sanitärbetriebe ihre Firmen-Logos. Die hier ausgestellten stammen aus der Sammlung Otto Ulbricht.

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Miniatur-Wännchen

Badwannenhersteller stellten kleine Musterwannen für die Handelsvertreter her. Wenn die zu Kunden kamen, zeigten sie ihre Modelle und dann konnte man wählen. Die Wännchen gab es in verschiedenen Ausführungen und Formen.

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Schadensbuch

Das ausgestellte Heft zeigt die Auflistung der Bombenschäden vom 3. und 22. Oktober 1943 für das Kurbad Jungborn. Inhaber Hellmut Ulbricht führt handschriftlich beschädigtes Inventar auf.